BlackBerry Men
Ich reise sehr viel. Geschäftlich. Als Frau in der IT-Branche, mit Laptop, Mobile Phone und Mobile Device.
Und an jedem Flughafen ähnelt sich das Bild: Männer im Anzug (die ganze Palette von schlechtsitzend grau über leicht knittrig dunkelbraun bis teuer gut geschnitten dunkel) mit Laptop-Case, kleinem Köfferchen und vorallem: Telefon.
Das wird intensiv genutzt.
Und wenn es nur ist, um zu sagen: “Ja, hallo, ich sitze gerade am Gate und warte, dass ich einsteigen kann”. Oder: “Guten Morgen, Frau Schmidt, haben Sie meine Mail geforwarded? Ich bin nämlich gleich im Flieger und haben dann keinen Empfang”.
Das sind die Trivialen.
Die Gehobenen (im teuer gut geschnitten dunkel Anzug) sind lässiger - sie telefonieren mit BlackBerry, gern auch mit Headset. Links die “Bild” und rechts das mobile device, das permanent benutzt werden muss.
Denn without my mobile device I am nothing. Man(n) ist nur wichtig, wenn am Telefon.
Was tut nun die emanzipierte Businessfrau von heute? Sie holt ganz nonchalant aus ihrer schicken Tasche ein möglichst flaches, mobiles Endgerät, schaut ganz entspannt auf das Display, scrollt ein bisschen, tippt vielleicht auch ein bisschen. Und telefoniert - wenn sie telefoniert - mindestens so: “Hi, it’s me. Just wanted to give you green light on the 5-million-dollar-pitch. Go ahead, bye.”
Bei der ganzen Aktion unbedingt mal kurz die anwesenden Überzahlmänner checken. Und staunen, wie sehr die immer noch staunen. Über Frauen, die das Schwarzbeere-Businessspiel auch mitspielen. Nur viel lässiger.
Posted in Allgemein, Internet Marketing